Welche Städte in Osteuropa lohnen einen Besuch?

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Reisen quer durch Europa kein Problem mehr und die hübschen Städte in Ländern wie Polen, Tschechien, ja Russland und auch auf dem Balkan haben einiges zu bieten. Besucher sollten lediglich beachten, dass hier die Infrastruktur nicht immer den allerneusten Stand hat und mancherorts, etwa in Rumänien oder in den ehemaligen jugoslawischen Gebieten kann sich die Reise etwas beschwerlicher gestalten.

Warschau, Breslau, Krakau: Die Juwelen Polens

Wer Osteuropa besucht, muss nach Polen und muss dort auf jeden Fall die Hauptstadt Warschau besichtigen. Die beeindruckende Altstadt ist Weltkulturerbe und die Stadt an der Weichsel hat zugleich architektonisch sehr interessante Bauten des ehemaligen realen Sozialismus zu bieten. Geschichte wird aber auch fassbar im Süden des Landes, in Breslau beispielsweise, das vorzüglich restauriert an eine italienische oder französische Stadt erinnert. Hier kann man Kaffee trinken, Ausstellungen besuchen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Auch Krakau, nur ein Stückchen von Breslau entfernt, ist mit der Burg ein Pflichtbesuch und hier finden sich gerade auch für Fotofreunde viele romantische Motive.

Tschechien: Nur Prag oder was?

Ähnlich wie Paris in Frankreich konzentriert die tschechische Hauptstadt Prag die Macht, Kultur und Wirtschaft in ihren Händen und die Einwohner verehren ihre wunderschöne Metropole an der Moldau. Die pittoresken Brücken, die Burg, der Wenzelsplatz, der Altstadtring oder das Kafka Museum – Prag hat unzählige Highlights und auch ein simpler Spaziergang durch die malerischen Gässchen der Altstadt wird jeden Besucher verzaubern.

Jenseits der Hauptstadt empfiehlt sich ein Besuch im kirchengeschichtlichen Brno und auch in Pilsen. Diese vergleichsweise sehr kleinen tschechischen Städte sind hübsch anzuschauen und eine gute Ergänzung zur Kulturdominanz von Prag.

Der Balkan und seine schönsten Städte

Je nach Lokalisierung gehören hier viele Staaten hinein und bei der Auswahl sollten sich Interessierte zum Beispiel auf Belgrad in Serbien konzentrieren. Die Mündung der Save in die Donau verdient Beachtung, ebenso die Festung hoch über diesem Tor zum Balkan. Danach empfiehlt sich ein Besuch von Zagreb in Kroatien, wo sich besonders viele zauberhafte Gassen finden, der perfekte Ort zum Schlendern und Verweilen im Kaffee. Auch lohnt sich eine Besichtigung der Markuskirche und wer will, macht einen Abstecher an die kroatische Adria mit ihren zahllosen Inseln.

Geographisch lässt sich aber auch noch Ungarn mit Budapest, Rumänien mit Bukarest und selbst die bulgarische Hauptstadt Sofia mit einbeziehen. Bukarest etwa verfügt über das weltgrößte Gebäude, den vom größenwahnsinnigen Ceausescu erbauten Regierungspalast, und die Bauwerke von Budapest wiederum, ihres Zeichens Kapitale von Ungarn sind weit über Europas Grenzen hinaus bekannt.

Fliegen oder Zug: Ganz im Osten des Kontinents locken auch noch die russischen Städte wie St. Petersburg oder eben Moskau. Die Anfahrt ist zwar weiter als anderswo, doch geben die Metropolen am Finnischen Meerbusen beziehungsweise an der Moskwa nicht nur kulturell einiges her, sondern überzeugen darüber hinaus mit Historie und architektonischen Meisterleistungen.